Kurzbeschreibung ausgewählter Aquarienfische
(C) by Michael Schlüter & Olaf D.
Plesiolebias cf. lacerdai
Costa, W. J. E. M. 1989
Plesiolebias cf. lacerdai (C)
M. Schlüter
Erstbeschreibung:
Descrição de um gênero e duas espécies
novas de peixes anuais do centro da América do sul
(Cyprinodontiformes, Rivulinae). Comun. Mus. Ciênc. PUCRS, Sér.
Zool. Porto Alegre 191-202
Entdecker
Marco Tulio Lacerda u.a., Januar 1988
Typuslokalität:
Nahe dem Rio das Mortes, dicht an der Straße nach Cocalinhos,
Bundesstaat Mato Grosso, Brasilien
Verbreitung:
wenige bekannte Fundorte im mittleren Rio Araguaia Becken, Mato
Grosso, Zentral Brasilien, Tocantins im Parque Nacional do Araguaia und
Fluss durch Altamira, Rio Xingu, wahrscheinlich eingeschwemmt, Para (der
letzte Fundort gilt für Plesiolebias cf. lacerdai).
Weite Verbreitung, jedoch selten
Ersteinfuhr nach Deutschland:
Oktober 2002 durch Aquatarium Garbsen (P. cf. lacerdai)
ca. pH 4.5-7.5, Leitfähigkeit bis 300 µS/cm, Temperatur
24-28 °C.
Futter:
feines Lebendfutter wie Copepoden, Artemia, kleine Wasserflöhe,
kleine weiße Mückenlarven, Grindalwürmer.
Haltung im Aquarium:
Plesiolebias cf. lacerdai benötigt kleine Aquarien,
dunkel mit einigen Versteckmöglichkeiten. Nach anfänglicher
Scheu werden die Tiere fast zutraulich. Männchen und Weibchen
stehen gerne im freien Wasser und imponieren. Untereinander tlw. sehr
aggressiv. Bei adäquater Haltung leben die Tiere länger als 2
Jahre. Auf eine Vergesellschaftung mit anderen Arten sollte verzichtet
werden.
Zucht und Aufzucht:
Bodenlaicher, tauchen nicht in das Substrat (Torf, Kokostorf). Der
Torf kann in flachen Schalen in das Aquarium gebracht werden und wird
nach dem etwa zweiwöchigen Ansatz leicht feucht bei Temperaturen
zwischen 24 und 30 °C 3-6 Monate gelagert. Aufguss mit temperierten
Wasser (ca. 20-24 °C). Schlupf der sehr kleinen Jungfische nach 2
Stunden bis zu 3 Tagen. Anfütterung der ersten 2 Wochen mit
Staubfutter oder Paramecien. Abgesehen von den kleinen Jungfischen nicht
schwierig. Das Wachstum ist recht langsam. Mit ca. 3 Monaten
geschlechtsreif.
Besonderheiten:
Der Artstatus von Plesiolebias cf. lacerdai ist nicht
gesichert. Laut Costa handelt es sich jedoch um diese
Art. Lacerda hält sie für eine neue Art.